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KIT Wissen vom 24. Januar 2013

mit Tobias Siegwart

Theoretische Physik – Schönheit der Mathematik (Bild: Sissa)

Elementarteilchen im Zwölferpack

Berechnungen stützen das Standardmodell der Teilchenphysik

Die Entdeckung des Higgs-Bosons im letzen Jahr zeigt erste Folgen. Bei der Auswertung der Daten vom Teilchenbeschleuniger in Genf gelang es einem jungen Wissenschaftlerteam, eine Frage zu beantworten, die die theoretische Physik schon lange umtreibt: ist der Teilchenzoo schon komplett? Das Standardmodell der Teilchenphysik geht von genau 12 Elementarteilchen aus, die ihre Masse durch den Higgs-Mechanismus erhalten. Dabei ist das Top-Quark das schwerste dieser 12 Teilchen. Das Wissen über die Eigenschaften des Higgs-Bosons ermöglicht es nun, mit der extremen Wahrscheinlichkeit von 99,99999 Prozent die Existenz weiterer, schwerer Teilchen auszuschließen. Damit ist das Standardmodell zunächst bestätigt. Ungeklärt bleibt aber, ob es nicht mehr als nur ein Higgs-Boson gibt. „Alle anderen Elementarteilchen kommen in Gruppen vor, warum nicht auch das so genannte Gottesteilchen?“, fragen Dr. Martin Wiebusch und Otto Eberhard vom KIT Institut für Theoretische Teilchenphysik.

Beitrag von Eva Zovko

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Jenseits von Facebook

Informatiker entwerfen das soziale Netzwerk der Zukunft

Was Facebook und Google+ so mit den Daten ihrer User machen, kann man erahnen, wenn man sich den Börsenwert der Internet-Giganten ansieht. Wie wäre es mit einem sozialen Netzwerk, das dezentral ist und frei von Risiken, das die Privatsphäre seiner Nutzer strikt einhält und trotzdem funktional ist? In Karlsruhe wird daran gearbeitet. Die ersten Entwürfe stehen schon.

Beitrag von Tanja Schäuble und Andrea Huber

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Campus-Report: Verhärtete Fronten

Juristen, Mediziner und Religionsvertreter diskutierten über das Beschneidungsgesetz.

Für die Politik scheint die Sache erledigt, für die Mehrheit der Deutschen eher nicht. Auch nach der Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes durch den Bundestag im Dezember lehnen nach einer Infratestumfrage 70% der Befragten die Beschneidung von Jungen ab. Was für gläubige Muslime und Juden unverzichtbarer Bestandteil der Religionsausübung ist, erscheint einer Mehrheit als Körperverletzung. Im Rahmen der Reihe "Interreligiöser Dialog am Campus" veranstaltete das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften des KIT eine Podiumsdiskussion mit Juristen, Medizinern und Theologen zum Thema Beschneidung. Die Projektgruppe "Haus der Begegnung: Religionen und Kulturen am KIT" lud ein - und erneut prallten die Meinungen unversöhnlich aufeinander.

 

 

Beitrag von Stefan Fuchs

Diesen Beitrag hören Sie im Programm von Radio Regenbogen.

 

Text: Stefan Fuchs