Institute for Project Defaults

KIT Campus vom 03. Januar

 

mit Judith Böseke

Honduras – Land mit der höchsten Mordrate weltweit (Bild: multimediaimpre)

Aggressionen ausschwitzen

KIT Sportwissenschaftler gegen Jugendkriminalität in Mittelamerika

Leichen in den Straßen von Tegucigalpa gehören seit langem zum Alltag. Honduras hat die höchste pro Kopf Rate an Morden weltweit. Seit die Paramilitärs in den 80er Jahren mit US-Unterstützung ein Schreckensregime in dem mittelamerikanischen Staat errichteten, hat eine Kultur hemmungsloser Gewalt das Land erfasst. „Maras“, kriminelle Jugendbanden, in denen die sozial Ausgegrenzten ihre Hoffnungslosigkeit in Gewaltexzessen ausleben, haben ganze Stadtviertel in NoGo-Zonen verwandelt. Wie Erfahrungen auch aus Costa Rica zeigen, kann Sport in dieser Situation als Ventil für Jugendliche und Kinder wirken. Fußball und Kampfsportarten werden in der Jugendsozialarbeit zur Gewaltprävention eingesetzt. Im Rahmen des Projekts „Sport als Prävention gegen Aggression und Gewalt“ haben Sportwissenschaftler des KIT und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe in Zusammenarbeit mit honduranischen Hochschulen und der Deutschen Botschaft in fünf Jahren über 400 einheimische Übungsleiter ausgebildet, die spezielle Sportprojekte in sozialen Brennpunkten anbieten.

Beitrag von Judith Böseke

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Arte sucht Kunst

Ausstellung „Alles für die Kunst“ im ZKM

Begonnen hat alles mit der Suche des deutsch-französischen Kulturkanals Arte nach Antworten auf die Uraltfrage der Moderne, was ist Kunst. Wie bei einer Casting-Show im Privatfernsehen gab es einen Massenandrang für die „Arte Masterclass“, mit der hoffnungsvolle Künstlerinnen und Künstler auf die TV-Präsentation ihres Kunstkonzepts vorbereitet werden sollten. Von 2000 Bewerbern schafften es schließlich vier ins Fernsehen. Ihre ganz persönlichen Antworten auf die Kunstfrage sind jetzt bis 10. Februar im ZKM zu sehen.

Beitrag von Judith Böseke

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Campus-Report: Verschlüsseln allein genügt nicht

KIT Sicherheitsexperte zu den Wikileaks Spyfiles

Auf der Internet-Plattform Wikileaks findet sich ein neues Geheimdossier. Die „Spy-Files“ bestehen aus hunderten von Dokumenten über Unternehmen, die einer boomenden weltweit agierenden Spionageindustrie angehören. Als Dienstleistung bieten sie den totalen Lauschangriff auf Computer, Handys, Tablets. Gegen entsprechendes Honorar können Staaten, aber auch Unternehmen oder Privatpersonen ihre Hightech-Spionagedienste in Anspruch nehmen. Für Wikileaks-Gründer Julian Assange und die Cypherpunk-Bewegung droht das Internet damit zum Instrument des Überwachungsstaates und der groß angelegten Industriespionage zu werden.

Beitrag von Stefan Fuchs

Diesen Beitrag hören Sie im Programm von Radio Regenbogen.

Text: Stefan Fuchs