Institute for Project Defaults

KIT Wissen vom 15. und 16. November

mit Isabel Heine

Das Erdbeben von L’Aquila im April 2009 forderte 308 Tote. Jetzt wurden Verantwortliche des Katastrophenschutzes zu Haftstrafen verurteilt. (Bild: Leandro Demori)

Überforderte Wissenschaft

Kritik am Urteil gegen Seismologen

Ein Erdbeben ist etwas anderes als ein Hurrikan oder eine Sturmflut. Wo die moderne Meteorologie schon Tage im Voraus warnen kann, muss die Seismologie froh sein, wenn sie ein oder zwei Sekunden vorher weiß, dass große Beben kommt. Alle Versuche, zuverlässige Frühwarnsysteme zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Was bleibt sind Aussagen nach dem Motto, die Wahrscheinlichkeit eines Bebens habe sich von zehn hoch minus zwanzig auf zehn hoch minus achtzehn erhöht. Sicher keine Basis für Massen-Evakuierungen. Das erklärt den Schock, den das Urteil eines italienischen Gerichts zum Erdbeben von L’Aquila in der Scientific Community auslöste. Sieben Seismologen wurden in erster Instanz wegen fahrlässiger Tötung zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht rechtzeitig vor dem Beben gewarnt hatten. KIT Erdbebenexperte Prof. Friedemann Wenzel gehört zu den Kritikern dieses Urteils.

Beitrag von Stefan Fuchs

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Vorlesung mit Untertiteln

Übersetzungsdienst fürs Smartphone

Am Institut für Anthropomatik des KIT hat man sich einen Service einfallen lassen, der nicht nur Deutsch-Anfänger erfreuen wird. Man sitzt im Hörsaal lauscht dem Professor, wie er durchs Dickicht der Fachtermini kurvt und gleichzeitig läuft auf dem Smartphone das Gesprochene als Fließtext in Deutsch und Englisch, ganz so als wäre die Vorlesung ein Film mit Untertiteln.

Beitrag von Tobias Siegwart

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