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KIT Wissen

Die Zukunft des Planeten - São Paulo, südamerikanische Megastadt mit 14 Millionen Einwohnern. (Bild: Elza Cohen, São Paulo)


am 04. und 05. Oktober

Moderation: Judith Böseke

Planet der Megastädte

Vier Milliarden Menschen leben heute in Städten, mehr als ein Viertel davon in Slums. Bis 2030 werden sich diese Zahlen verdoppeln. Das 21. Jahrhundert wird als das Zeitalter der Megastädte in die Geschichte eingehen. Wenn so viele Menschen auf engstem Raum zusammenleben, hat das gravierende Folgen. So entsteht durch Bebauung, Heizungen, Klimaanlagen und Abgase ein Mikroklima mit Temperaturen, die erheblich über denen des unbebauten Umlands liegen. Die gesundheitlichen Belastungen der Menschen durch die städtische Luftverschmutzung werden durch diese Erwärmung weiter verstärkt. Die Wasser- und Stromversorgung ebenso wie die Abfallentsorgung und der Verkehr stellen die Planer in den Megastädten über 10 Millionen Einwohner regelmäßig vor praktisch unlösbare Probleme. Nur eine weit vorausblickende Raumplanung könnte hier Abhilfe schaffen. Die wissenschaftlichen Grundlagen für einen solchen notwendigerweise interdisziplinären Ansatz aber stecken erst in den Anfängen, meint Frau Dr. Nina Schleicher, KIT Forscherin zum Thema Urban Environment im Gespräch mit KIT Reporterin Carola Mensch

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Grüne Lunge

Dass es der total und global verstädterten Umwelt helfen kann, wenn man ein Stück Natur in Form von Parks, Straßenbäumen oder einfach nur Balkonpflanzen in die Stadt zurückholt, weiß man schon seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. In dieser Zeit wurden erste städtebauliche Experimente mit so genannten Gartenstädten unternommen. Wie sehr das Grünzeug zwischen Wolkenkratzern und Industriegebieten aber tatsächlich zum Wohlbefinden der Stadtbewohner beiträgt, haben KIT Meteorologen erst jetzt wissenschaftlich nachweisen können. Stadtpflanzen filtern Stickstoffdioxid (NO2) und mikroskopisch kleine Partikel (Feinstaub) aus der Luft und reduzieren damit die Belastung der Atemluft um mehr als das Zehnfache. Radio KIT Reporterin Agnes Nahm berichtet.

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Kommen Roboter in den Himmel?

Der englische Lyriker Oscar Wilde bestimmte Utopia als jenen imaginären Ort auf der Landkarte, zu dem die Menschheit ständig unterwegs sei. Wenn sie ihn schließlich erreiche, halte sie Ausschau nach einer neuen Utopie und mache sich flugs erneut auf den Weg. So ist Fortschritt letztlich die Verwirklichung einer unendlichen Abfolge von Utopien. Dass das ganz besonders für Wissenschaft und Technik gilt, war Thema des Workshops „Wissenskommunikation, Utopien und Technikzukünfte“, das in der letzten Septemberwoche im Audimax in Kooperation mit dem KIT Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft stattfand. KIT Redakteurin Judith Böseke lernte dort vieles etwa über den Zusammenhang von Emotionen und Technik und die Rolle der Kunst als Zukunftslabor technischer Entwicklungen. Da verlieren Fragen wie „brauchen Roboter Psychotherapie?“ oder „kommen Roboter in den Himmel?“ ganz schnell jeglichen futuristischen Beigeschmack.

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(Text: Stefan Fuchs)