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Textüberschrift 351

Der Alltag des Hochschullehrers zwischen Hörsaal und Labor (Bild: Roberto D'Angelo)

am 13. und 14. September

Moderation: Carmen Belaschk

 

Gefährdete Freiheit

Skurrile Geschichten umranken das Bild des Professors. Der ewig vergessliche, nur begrenzt alltagstaugliche grauhaarige Weise eingesponnen im Elfenbeinturm seiner Disziplin oder gar eine Art Dr. Frankenstein, der fanatisch einer fantastischen Idee nachhängt und versucht, sie auf Teufel-komm-raus Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Alltag des modernen Hochschullehrers im Spagat zwischen Forschung und Lehre ist viel weniger spektakulär. Administrative Aufgaben nehmen einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch. Der Einsatz an der vorderen Frontlinie der Forschung beschränkt sich oft auf die Koordinierung der unterschiedlichen Arbeitsgruppen am Lehrstuhl.

Aber der Beruf des Hochschullehrers ist trotz 50-Stundenwoche und dem ewigen Zwang zur Drittmittelwerbung auch immer noch einer der wenigen Berufe, in denen man die Freiheit besitzt, eigene Ideen zu entwickeln und diese auch umzusetzen.

Das ist zumindest das Fazit, das der KIT-Physikprofessor Martin Wegener zieht. Im Gespräch mit unserem Reporter Matthias Falk gesteht er, dass auch die Lehre für ihn eine ständige Herausforderung bleibt und nie zur Routine wird. Die Bologna-Reform allerdings ist für ihn ein Irrweg. Sie könnte auf Dauer Absolventen den Beruf des Hochschullehrers gründlich verleiden.

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Saturday Night Fever

Dass Engagement neben dem Studium auch äußerst vergnüglich sein kann, zeigt die Partyhochschulgruppe „Group 54“. Der Name spielt auf das Studio 54 an, den legendären Nachtklub in Manhattan, in dem in den Siebzigern vier Tonnen Glitter für spektakuläre Lichteffekte sorgten.

Entsprechend hat sich „Group 54“ den Erhalt des „kulturellen Erbes der 70er Jahre“ auf die Fahnen geschrieben. Motto: "We don’t stop till we get enough!“. Ja, ja die Siebziger das waren noch glückliche Zeiten… Ob es der Partyhochschulgruppe gelingt, die fanatische Feierlaune des „Saturday Night Fever“ in die eher düstere Krisengegenwart zu transportieren, hat KIT-Redakteurin Judith Böseke die Party-Experten Kai-Guido Engel und Max Vogler gefragt.

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Reisen gefährdet das Studium

Reisen bildet. Das gilt ganz besonders fürs Studium. Deshalb war es das erklärte Ziel der Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor-Master-System, Studienaufenthalte im Ausland zu erleichtern. Das ist gründlich in die Hose gegangen. Der Prozentsatz der Studierenden, die ein oder zwei Semester ihres Studiums im Ausland absolvieren, hat sich im Vergleich zu den alten Diplomstudiengängen halbiert. Zu groß ist die Angst, ein Semester zu verlieren und aus der Regelstudienzeit herauszufallen. Wer sich trotzdem auf ein Auslandstudium einlässt, muss möglichst früh mit der Planung beginnen, rät Achim Niessen, Leiter des International Students Office am KIT. Katja Tschurikowa hat ihn befragt.

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SIFE

„Students in Free Enterprise“ ist so eine typisch Formel, wie sie nur jenseits des Atlantiks erfunden werden kann. Entsprechend assoziiert man Big Business und Marktfundamentalismus. In Wirklichkeit hat sich die 1975 in Missouri gegründete und heute in über 40 Ländern tätige Hochschulgruppe die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen in Not vorgenommen. Was das konkret heißt, hat Johannes Mathes für Radio KIT bei Mitgliedern der Karlsruher Sektion nachgefragt.

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Ticker

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(Text: Stefan Fuchs)