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KIT Wissen

Der Klimawandel bedroht die Wasserressourcen in Afrika: Sudanesische Flüchtlinge im Osten des Chad füllen Kanister mit Wasserrationen

am 14. und 15. Juni 2012

Judith Böseke

Giftiges Wasser

Die Weltgesundheitsorganisation spricht von der größten Massenvergiftung der Welt. Über weite Gebiete ist das Grundwasser in Südostasien verseucht. Vor allem das krebsauslösende Arsen ist mancherorts allgegenwärtig. Und auch Selen führt in Gegenden wie dem Punjab zu Vergiftungen. Bei der Verwitterung in den Gebirgen, zum Beispiel im Himalaya, werden Arsen und Selen aus Sulfiden freigesetzt, die – wenn Sauerstoff zur Verfügung steht – nicht stabil sind. So bilden sich zum Beispiel Eisenoxide, an die Arsen und Selen binden und über die Flüsse dann in den Deltaebenen abgelagert werden.

 

Was gegen das verseuchte Wasser getan werden kann und was schon getan wird, verrät der KIT Mineraloge und Geochemiker Prof. Dr Thomas Neumann unserer Reporterin Agnes Nahm.

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Da läuft nichts durch

700 Millionen Menschen rund um den Globus haben nur einen beschränkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem in den Küstenregionen bietet das Meerwasser eine Alternative. Herkömmliche Entsalzung allerdings verbraucht Unmengen an Energie und ist entsprechend kostspielig. KIT Chemiker haben nun ein neues Verfahren entwickelt, das ohne Erhitzen auskommt. Wer schon mal ein Baby trocken gelegt hat, kennt das Quellmaterial in modernen Windeln. Wenn man die Kügelchen in Salzwasser legt und wieder auspresst funktionieren sie auch als Filter. Das Salz bleibt drin, sauberes Wasser kommt heraus. Damit aus Salzwasser Trinkwasser wird, muss der Vorgang etwa dreimal wiederholt werden. Klar, dass man dafür ziemlich viele Windeln braucht.

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Verhagelt

Während anderswo das Wasser zu einer immer knapperen Ressource wird, kommt es hierzulande zunehmend dick vom Himmel. In Gewittern durchaus mal als zentimeterdicke Hagelkörner. Zum Schrecken aller die keine Garage ihr Eigen nennen.

Hagelereignisse sind zwar oft lokal extrem begrenzt auf wenige Meter, aber sie sind von allen Elementarschäden bei weitem die kostspieligsten. Im Rahmen des Projekts HARIS-SCC versucht das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM), die Gefährdung durch das Eisbombardement von oben genauer vorherzusagen. Ein namhafter Gebäudeversicherer unterstützt das Forschungsprojekt. Hoffentlich führt das nicht zu teureren Versicherungsprämien in besonders gefährdeten Gebieten. Radio KIT Redakteurin Judith Böseke berichtet.

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Wasserbilanz im Soll

Wie viel sich stetig erneuerndes Süßwasser steht weltweit eigentlich zur Verfügung? Welche Trends zeigt der globale Wasserhaushalt unter den Bedingungen der Klimaerwärmung? Wo schüttet es, wo bleibt der Regen ganz aus?

Die Meteorologen tun sich mit der Beantwortung dieser Fragen zunehmend schwer, weil der allgemeine Sparzwang die Zahl der Niederschlagsmessstationen weltweit rapide schrumpfen lässt. Ohne gesicherte Datengrundlage aber lassen sich keine verlässlichen Simulationsmodelle entwickeln. Im Klartext heißt das, wir wissen nicht wann, wo und in welcher Menge mit Regen zu rechnen ist. Radio KIT Reporter Tobias Siegwart im Telefoninterview mit dem KIT Campus in Garmisch-Partenkirchen.

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Leitungswasser oder Flasch?

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Ticker

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(Text: Stefan Fuchs, Bild: UNHCR)