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KIT Wissen

Sensation auf der „Light and Building“ in Frankfurt

am 3. und 4. Mai

Moderation: Eva Zovko

Licht ohne Schatten

Während herkömmliche Energiesparlampen wegen ihres Quecksilbergehalts ins Gerede gekommen sind, müssen die Forscher des Lichttechnischen Instituts ihr Licht ganz bestimmt nicht unter den Scheffel zu stellen. Hinter dem etwas seltsam anmutenden Namen „3rdPPBulb“ verbirgt sich eine Lichtquelle, die Effizienz, problemloses Recycling, extrem lange Lebensdauer und eine dem Auge schmeichelnde Lichtfarbe vereint. Auf der Fachmesse „Light and Building“ Mitte April war die „3rdPPBulb“ der Shooting Star. Entwickelt wurde sie in Kooperation mit der Fachhochschule Aachen.

 

Wissen und Nichtwissen

Wissenschaft beginnt da, wo Wissen vom Nichtwissen abgegrenzt werden kann. Ich weiß, dass ich nichts weiß, hieß das mal etwas verkürzt bei Platon und gilt ganz besonders für Vorhersagen. Die Auswirkungen neuer Technologien oder die Folgen eines Paradigmenwechsels wie des Ausstiegs aus der Kernenergie zu prognostizieren, gleicht nicht selten reiner Kaffeesatzleserei. Welche Hypothesen, welche uneingestandenen Vorannahmen stecken in den Szenarien, die einschlägige Experten der Gesellschaft als Zukunftsbilder an die Wand malen?

Das Forschungsprojekt Lobster des Philosophischen Instituts und des Instituts für Technikfolgenabschätzung des KIT will die Verlässlichkeit wissenschaftlicher Politikberatung am Beispiel der Energie- und Klimapolitik untersuchen. Dabei steht so etwas wie ein wissenschaftlicher Umgang mit dem Nichtwissen im Mittelpunkt, das hat jedenfalls der Philosoph Prof. Georg Betz unserem Redakteur Kornelius Sücker ins Stammbuch geschrieben. Die eigene Unsicherheit öffentlich einzugestehen ist danach durchaus eine Tugend nicht nur für Politiker.

 

„Power in Grün“

lgen sind ein Wunder der Natur. Da sie im Wasser zuhause sind, müssen sie mit relativ wenig Sonnenlicht für die Photosynthese auskommen. Kaum eine andere Pflanze ist deshalb so gut zur Gewinnung von Biokraftstoffen geeignet. Dazu kommt, dass sie keine Böden okkupieren, auf denen man angesichts der hungernden Weltbevölkerung besser Nahrungsmittel anbauen sollte. Mitsamt dem Wasser in flache Glasbehälter verpackt, können Algenreaktoren praktisch überall aufgestellt werden. Zum Beispiel auch in Wüsten, wo sonst gar nichts mehr wächst. Experten schätzen, dass man mit heimischen Mikroalgenanlagen ein Viertel des Kerosin-Bedarfs auf europäischen Flughäfen decken könnte. Radio KIT Reporterinnen Hanna Kiemle und Lisa Steigerwald haben sich das in der Praxis angesehen.

 

(Text: Stefan Fuchs, Bild: Lichttechnisches Institut KIT)