Institute for Project Defaults

KIT Campus

WG-Küchenchaos – Toleranztest für Einzelkinder (Bild: Alan Cleaver)

am 29. und 30. März 2012

Moderation: Geraldine Schurek

Für flexible Charaktere

Die Wohngemeinschaft, kurz WG, liegt im Trend. Mehr als ein Viertel aller Studierenden der Republik leben in einer WG. Ob Zweier-, Dreier- oder gar Fünfer-WG, wo sonst bekommt man ein Zimmer für 200-300 Euro warm einschließlich Badezimmer- und Küchenbenutzung.

Aber nicht nur der Preis zählt. Es gibt auch leidenschaftliche Anhänger der WG als besondere Lebensform. Schließlich kann man so kaum vereinsamen. Für die Generation Einzelkind ist die WG zugleich ein pädagogisches Projekt: Flexibilisierung der Charaktere heißt die Devise, hinzu kommt eine deutliche Steigerung der Teamfähigkeit.

Wichtig ist natürlich, dass die Mitbewohner auch zusammenpassen. Und so gibt es auch in Karlsruhe immer mehr WG-Castings, bei denen sich der Bewerber, wie bei einer der einschlägigen Casting-Shows im Fernsehen von seiner Schokoladenseite zeigen muss. Die Radio-KIT-Reporter Olivia Schutz und Frank Winkler haben sich das einmal aus der Nähe angesehen.

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Sonnenuntergang

Gerhard Hauptmanns düsteres Stück „Vor Sonnenuntergang“ erzählt vom Verfall der Bourgeoisie und von der späten, zu späten Liebe. Das Geist-Soz-Theater des KIT bringt es jetzt auf die Bühne. Gut 123 Jahre nach der Uraufführung steht die Sonne schon wieder bedenklich tief.

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Durchlässigkeit

Mit dem Label „Deutschland, Land der Ideen“ ausgezeichnet wurde eine gemeinnützige Initiative, die Kindern aus Nichtakademikerfamilien einen Hochschlussabschluss ermöglichen möchte. Das ist sicher ein wertvoller Beitrag zur sozialen Durchlässigkeit – ein Aspekt des Bildungssystems, bei dem Deutschland innerhalb der OECD-Staaten immer noch ein trauriges Schlusslicht bildet.

Von 100 Nichtakademikerkindern studieren gerademal 24, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erwerben. Dass das nicht allein mit Geld zusammenhängt, erklärt Tina Grahl, eine der ehrenamtlichen Mentorinnen von Arbeiterkind.de. Die bundesweite Initiative wird in der Radio KIT Reihe „Engagier Dich!“ porträtiert.

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Farbwechsel in Realtime

Virtuelle Realität fasziniert umso mehr, je perfekter der Betrachter in die künstlichen Welten eintauchen kann. Die von KIT Absolventen entwickelten „InReal“ –Terminals erlauben eine interaktive Begehung von Gebäuden, die bisher nur als CAD Dateien auf dem Entwurfsrechner von Architekten existierten. Die können ihre Schöpfungen also nunmehr von außen und innen besichtigen, bevor sie in Stein und Stahl unverrückbare Wirklichkeit werden. Beim Schlendern durch die Räumlichkeiten kann man auch ausprobieren, ob ein Grün für das Treppenhaus nicht vielleicht doch besser zur Wohnungstür passen würde als das geplante Beige. Mal sehen, ob die Architektur dadurch besser wird.

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Kalender

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(Text: Stefan Fuchs)