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KIT Wissen

In Vierzig Jahren soll in Fukushima nichts mehr an den Reaktorunfall erinnern. (Bild: Digital Globe, Satellite Imagery)

am 22. und 23. März 2012

Moderation: Judith Böseke

Ein Jahr nach Fukushima

Die Katastrophe vom März 2011 hat in Japan ein Trauma hinterlassen. Vier von fünf Japanern sind inzwischen für einen Ausstieg aus der Atomenergie. Zum ersten Mal ist 2011 die Handelsbilanz des Hightech-Landes ins Negative gerutscht. Die Kosten für die Katastrophe werden sich auf deutlich mehr als eine Billion Dollar belaufen. "Zugleich stellen sich die Menschen der Herausforderung mit großem Mut und haben sich einen völligen Rückbau der havarierten Atomanlagen und eine großflächige Dekontamination des verseuchten Gebietes als ehrgeiziges Ziel gesetzt", berichtet Dr. Th. Walter Tromm, Programmsprecher Nukleare Sicherheitsforschung am KIT, der auf Einladung der japanischen Regierung das Sperrgebiet zum Jahrestag der Katastrophe besuchen konnte. Radio KIT hat ihn nach seinen Eindrücken befragt.

Teil 1:

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Teil 2:

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Klimaskeptiker im Sonnenwind

Starken Aufwind haben im Augenblick Theorien, bei denen die Erderwärmung durch natürliche Zyklen der Sonnenaktivität erklärt wird. Nicht der Mensch beeinflusse das Klima nachhaltig sondern beispielsweise die Häufigkeit der auftretenden Sonnenflecken oder Sonnenstürme. Alle Versuche, das Klima durch Verringerung des CO2-Ausstoßes steuern zu wollen, seien somit absurd.

Für Radio KIT Redakteur Kornelius Sücker war der Hype Anlass genug, eine Expertin zu befragen. Frau Dr. Miriam Sinnhuber forscht am Institut für Meteorologie und Klimaforschung zu den Auswirkungen der Sonnenzyklen auf die Erde. Ihr Fazit: die Sonne hat nur wenig Einfluss auf das irdische Klima dafür aber umso mehr auf das Wetter. Bereits in den mittleren Atmosphärenschichten verliert der Sonnenwind einen Großteil seiner Energie. Was in der Troposphäre ankommt, reicht bei weitem nicht aus, um den Temperaturanstieg der letzten 50 Jahre zu erklären.

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Warten auf Higgs im März

Die Spannung steigt wieder. Nach einer Kalibrierungsphase laufen die Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf wieder auf Hochtouren. Einer der Experimentatoren bemühte das Bild vom Wettlauf des Achill mit der Schildkröte, "die Entfernung zu einer ganz neuen Physik wird immer kleiner, das Ziel scheint zum Greifen nahe." Bis zum Sommer jedenfalls erwartet die Scientific Community den heißersehnten Beweis für die Existenz sogenannter Higgs-Teilchen. Nach den Berechnungen des englischen theoretischen Physikers Peter Ware Higgs sind sie für die Masse der Elementarteilchen verantwortlich.

Radio KIT Reporter Marcel Langer hat sich den komplizierten Zusammenhang von Prof. Thomas Müller, Leiter des Instituts für experimentelle Kernphysik, erklären lassen.

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Ticker (Eva Zovko)

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(Text: Stefan Fuchs)