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KIT Wissen

Klimadaten aus 20 km Höhe mit dem russischen Forschungsflugzeug "Geophysica"

am 12. und 13. Januar 2012

Moderation: Carmen Belaschk

Turbulenzen in großer Höhe

Turbulenzen können die neuartige Infrarotkamera mit dem schönen Namen Gloria nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Unter dem Forschungsflugzeug "Geophysica" wird sie beweglich aufgehängt, sodass sie immer präzise ausgerichtet bleiben kann. Mit bisher unerreichter Genauigkeit misst Gloria bei 75 Minusgraden in Höhen von 10 bis 20 Kilometern klimaschädliche Gase. Hier oben findet der eigentliche Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und Weltraum statt. Die entscheidende Frage nach der Stärke des Treibhauseffekts lässt sich durch diese Messungen noch präziser beantworten.

Auch die Killerwellen der Luftfahrt, starke Turbulenzen, die bis 100 Kilometer jäh nach oben schießen, werden bei der Gloria-Messkampagne erforscht. Radio KIT Reporterin spricht mit dem Meteorologen Hermann Oelhaf.

 

Suche Haushaltshilfe

Armar 3 ist ein Roboter. Aber nicht irgendeiner. Er sieht aus wie ein Mensch. Na ja, wie ein Mensch aus Alu eben und vorerst noch ohne Beine. Aber oberhalb seines Torsos hat er alles, was man als Mensch braucht. Er spricht Englisch und erkennt Safttüten. Wenn man will, erklärt er einem, wie man Spaghetti Bolognese zubereitet, und last but not least kann er die Spülmaschine ein- und ausräumen.

Bei den Karlsruher Roboterbauern ist man jetzt schon mit Armar Nummer 4 beschäftigt, der kann dann auch laufen und wird, - wie Radio KIT Redakteurin Eva Zovko berichtet, zur idealen Küchenhilfe ausgebildet.

 

Löcher wohin das Auge blickt

Der Winter ist bisher eher mild, das Streusalz konnte in den Depots bleiben. Trotzdem bilden sie sich schon wieder allerorten, die altbekannten Schlaglöcher. Oft mit geradezu verbissener Hartnäckigkeit an exakt der gleichen Stelle, wo man sie noch vom im letzten Frühjahr in Erinnerung hat.

Straßenreparatur eine Sisyphusaufgabe? Nicht wenn man die Ratschläge befolgte, die der Experte Dr. Carsten Karcher der KIT Reporterin Agnes Nahm anvertraut.

 

Warten auf Higgs

Physiker rund um den Globus hat ein Fieber erfasst. Ungeduldig warten sie auf die wissenschaftliche Bestätigung der Entdeckung sogenannter Higgsteilchen. Auf ihren Nachweis deuten Daten eines Experiments am Genfer CERN, das Anfang Dezember stattfand.

Der englische Physiker Peter Higgs hatte in den Sechzigern aus mathematischen Berechnungen geschlossen, dass die Masse von Materiepartikel durch ein Feld unsichtbarer Teilchen erzeugt wird, die die Partikel wie ein Gelee umgeben und ihre Bewegung bremsen. Je "klebriger" ein Teilchen ist, umso mehr bremsen es die geheimnisvollen Higgsteilchen.

Radio KIT Reporter Kornelius Sücker berichtet aus der Scientific Community.

 

(Text: Stefan Fuchs, Bild: Forschungszentrum Jülich)