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KIT Campus

Hoher Norden im tiefen Süden (Bild: knudp)

am 24. und 25. November 2011

Moderation: Carmen Belaschk

Nordlichter

Die Luft ist salzig. Das Bier ist herb. Man schwätzt nicht, sondern schnakt und wirft die Bosselkugel. Gelegentlich tut es gut, sich in Klischees zu aalen, haben sich die Mitglieder der Hochschulgruppe "Die Krabbenpuhler" gesagt, als sie sich vor einem guten Jahrzehnt zum ersten Mal zu ihrem Stammtisch trafen. Seither ist das "Stövchen" die einzige akkreditierte diplomatische Vertretung des hohen Nordens im tiefen Karlsruher Süden. Radio KIT-Redakteurin Judith Böseke traf sich mit einem der Nordlichter.

 

Töne im urbanen Raum

In der Reihe Wissenschaft und Musik ging es am Mittwoch letzter Woche um die Anwendungen geographischer Informationssysteme in der Stadt. Umrahmt von Mozart konnte man erfahren, ob sich die Jugend in der Süd- und die Älteren in der Waldstadt ballen oder ob die KIT-Studentinnen andere Treffpunkte bevorzugen als ihre männlichen Kollegen.

 

Kopf über Wasser

Das Gründerteam von „KOPFproduktion“ besteht aus zwei Diplom-Maschinenbauingenieuren und zwei Wirtschaftsingenieuren. Alle vier studierten am KIT. Radio KIT-Redakteurin Judith Böseke portraitiert sie in der neuen Ausgabe von „Abenteuer Gründung“. Ihre Erfindung ist eine Schwimmweste im Miniformat, nicht größer als ein Handy, die man auch bei knappstem Bikini ganz unauffällig an der Hüfte tragen kann.

 

Orientierung in der Abiturientenflut

Einen Vorgeschmack auf den doppelten Abi-Jahrgang hatte man letzte Woche bei den beiden "Uni für Einsteiger"-Tagen. Da rollt einiges auf die Hochschule zu. Unter anderem könnte sich das ungünstige Geschlechterverhältnis drehen. Eine erkleckliche Anzahl Mädchen wurde unter den Studis in spe gesichtet. Radio KIT-Reporter Kornelius Sücker hat versucht, den Überblick zu bewahren.

 

Patentierter Fortschritt

Wer kennt ihn nicht den farbigen Balken, der so anschaulich den Fortschritt eines Installationsprozesses auf dem Computer anzeigt. Der Fortschrittsbalken macht aber noch etwas anderes sichtbar. Er demonstriert die Folgen, die das Patentrecht im Bereich der Computersoftware haben kann. Er ist technisch äußerst trivial, wurde aber dennoch vorübergehend zum Patent zugelassen. Programmierer, die ihn verwendeten, riskierten Urheberrechtsstrafen oder mussten sich verzweifelt Ersatz ausdenken.

Nicht erstaunlich, dass sich auf der Expertentagung am vergangenen Donnerstag die Open Source Bewegung ebenso wie die mittelständischen Softwareunternehmen kategorisch gegen jede Patentierung von Software aussprachen. Das Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaften am KIT hatte auch Vertretern des Europäischen Patentamts nach Karlsruhe eingeladen. Sie klagen laut über die kaum noch zu bewältigende Flut der Anträge im Bereich Computer und Software.

 

(Text: Stefan Fuchs)