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KIT Wissen

Dreidimensionales Bild der Brust durch Ultraschall-Computertomographie

am 6. und 7. Oktober 2011

Moderation: Isabel Heine

 

Frühsterkennung

57.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs, Tendenz steigend. Trotz aller Kampagnen zur Früherkennung wird die Erkrankung nicht selten viel zu spät entdeckt. Wie gerufen kommt da eine belastungsfreie Untersuchungsmethode, mit der der Krebs bereits erkannt werden kann, wenn er erst wenige Millimeter groß ist. Möglich macht das die dreidimensionale Ultraschall-Computertomographie. Im Unterschied zum bekannten Ultraschall arbeitet sie mit tausenden von Sensoren. Erkennen kann man krebsartig verändertes Gewebe zum Beispiel an der höheren Geschwindigkeit mit der sich der Schall darin bewegt.

Ein Problem ist allerdings die unglaubliche Datenmenge, die dabei entsteht. Die Projektleiterin Frau Dr. Nicole Ruiter vom Institut für Prozessdatenverarbeitung ist sich aber sicher, dass man das bald in den Griff bekommen wird.

 

Alle Register

Alle Register müssen gezogen, alle Bereiche natur- und ingenieurwissenschaftlicher Forschung mobilisiert werden, wenn man es mit der Elektromobilität wirklich ernst meint. Gesellschaft und Politik haben die Parole eines Umstiegs auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgegeben, die Forschung muss nun die Muskeln spielen lassen, damit sie baldmöglichst zum großen Sprung ansetzen kann. Trotz aller gegenteiligen Verlautbarungen ist das, was an Elektrofahrzeugen bereits auf dem Markt ist, kaum alltagstauglich.

Die Bandbreite der am KIT in diesem Zusammenhang verfolgten Forschungsfelder könnte nicht größer sein. Das geht von der Grundlagenforschung im Bereich neuer Materialien, die eine bessere Energiespeicherung ermöglichen, bis zum Gesamtdesign von Motor, Steuerungselektronik und Bremsen. Und weil der Umstieg auch eine massive Verlagerung wirtschaftlicher Macht beispielsweise von den Erdöl- zu den Stromkonzernen bedeutet, beschäftigen sich auch die Experten der Technologiefolgenabschätzung intensiv mit dem zweiten technologischen Großprojekt, das neben dem Ausstieg aus der Kernenergie die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten in Atem halten wird. Dr. Olaf Wollersheim Projektleiter "Competence E" erklärt Radio KIT, wie aus einer Vielzahl von Mosaiksteinchen ein Gesamtbild entsteht.

 

(Text: Stefan Fuchs, Bild: Medizin&Technik)