Institute for Project Defaults

KIT Campus

"Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr… "

am 15. und 16. September 2011

Moderation: Judith Böseke

 

Der Marathon beginnt

Die ersten Blätter färben sich gelb, der Sommer ist so gut wie vorbei. Rückblickend erscheint er wie eine einzige nicht enden wollende Abiturfeier: endlich frei, am Horizont lockt die Ferne, alles scheint möglich.

Jetzt liegt auch die sehnsüchtig erwartete Zulassung im Briefkasten, und ein neuer Hürdenlauf beginnt. Eine bezahlbare Bleibe in Karlsruhe, wo man sich im Winter nicht den Hintern abfriert, wo einen nicht die schwarze Depression anfällt, wenn man an dunklen Novembernachmittagen für die Matheklausur pauken muss. Das findet sich nicht leicht in dieser Residenzstadt des Rechts, wo studiergerechter Wohnraum immer noch Mangelware ist.

Aber auch wenn man lieber in einer WG leben will, ist die Suche nicht einfach. Nicht jeder passt zu jedem. Können auch Studis ganz unterschiedlicher Fakultäten miteinander? Lieber eine reine Frauen- oder Männer-WG?

 

Kinder ohne Chancen

Trotz Bildungspaket und Förderprogrammen gibt es sie immer häufiger: Kinder, die im Schulsystem auf der Strecke bleiben, die von Anfang an auf der Verliererseite landen in der verschärften Konkurrenz, die in unserem Bildungssystem Einzug gehalten hat. Meist kommen sie aus bildungsfernen Elternhäusern oder leben in Kinderheimen oder sozialen Einrichtungen.

Seit 2004 leistet die in Mannheim gegründete Studenteninitiative e.V. hier Nothilfe. Jedes Kind hat einen Anspruch auf Nachhilfe, das haben sich die Studierenden des Vereins auf die Fahnen geschrieben, schließlich gehen durch das Versagen des Schulsystems unschätzbare Potentiale unwiederbringlich verloren KIT Reporter Kornelius Sücker hat mit zwei Alumni des KIT gesprochen, die sich dieser Aufgabe mit Leidenschaft verschrieben haben.

 

(Text: Stefan Fuchs, Bild: Hans Vaupel)