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KIT Wissen

Datamining – der Weg zum gläsernen Konsumer?

am 08. und 09. September 2011

Moderation: Judith Böseke

 

Muster, denen wir folgen

Wer regelmäßig im Internet einkauft, kennt das. Kaum hat man einen Artikel angeklickt, erscheint ein Popup-Fenster mit der Kaufempfehlung für andere Artikel, die einen angeblich auch interessieren müssten. Das Beunruhigende daran: meist trifft die Empfehlung ins Schwarze. Data-Mining heißt die Technik dahinter. Sie funktioniert ohne dass man seine Identität irgendwie preisgeben muss. Aus den unzähligen Klicks, die hundertausende User auf den Seiten eines Onlineshops ausführen, kann der Computer die Profile unterschiedlicher Käufertypen ausmachen und diese erfolgreich zu bestimmten Produktgruppen in Beziehung setzen.

Das ist einerseits praktisch, andererseits gibt es Firmen ein bisher unvorstellbares Wissen über Konsumverhalten. Insbesondere dann, wenn das Data-Mining sich nicht nur auf eine einzelne Verkaufsplattform bezieht, sondern wie bei der Megasuchmaschine Google auf die Milliarden Klicks der weltweiten Internetuser überhaupt.

Für die Informatiker ist es inzwischen auch eine sportliche Herausforderung. In Leipzig gibt es einen regelmäßig stattfindenden Data-Mining-Cup, bei dem KIT Informatiker regelmäßig die vordersten Plätze belegen. Radio KIT Reporter Kornelius Sücker hat sich erklären lassen, wie das läuft.

 

Weiche Simulation – harte Wirklichkeit

Wer ein Fahrzeug bauen willen, braucht jede Menge Wissen. Von der Materialwissenschaft über die Vorgänge im Inneren eines Verbrennungsmotors bis hin zu wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus. Hinzu kommen noch neue Herausforderungen durch die schrittweise Elektrifizierung der Fahrzeuge. Die Lösung liegt hier wie in vielen anderen technologischen Bereichen in einem konsequent systemischen Ansatz. Schließlich interagiert jedes Teil eines Fahrzeuges immer mit allen anderen.

In der Praxis geht das am besten, wenn man computerbasierte Simulation mit Versuchen auf einem Prüfstand kombiniert. Das nennt sich "X-in-the-Loop" hat sich Radio KIT Reporterin Isabel Heine von Sascha Ott, Geschäftsführer des KIT-Zentrums Mobilitätssysteme, erklären lassen.

 

Straßenstress

Ein einziger Neuntonner, der über die Autobahn rollt, belastet die Fahrbahn mehr als 20.000 PKWs. Und die LKW-Flotten wachsen immer weiter.

Damit unter diesen Bedingungen der Verkehr nicht irgendwann ganz zusammenbricht, braucht man zuverlässige Instrumente, die den Gesundheitszustand unserer Verkehrsadern möglichst genau bestimmen können. Über die verfügt die KIT-Abteilung für Straßenbautechnik unter der Leitung von Dr. Carsten Karcher.

 

(Text: Stefan Fuchs, Bild: National University of Ireland)