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KIT Wissen

Rapsöl für Schiffsmotoren

Aktuell: Radio KIT Wissen

am 25. und 26. August 2011

Moderation: Judith Böseke

 

Gelbes Gold für große Diesel

Dass Biotreibstoffe nicht das Allheilmittel für unsere Energieprobleme sind, hat sich herumgesprochen. Vor allem die Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion ist heikel.

Wie aber wäre es, wenn heimisches Rapsöl direkt vom Feld die Diesel des Schienen-Nahverkehrs oder der Binnenschifffahrt antreiben würde? Zwei Drittel der Ernte stünden immer noch als Viehfutter zur Verfügung, könnten also ökologisch problematische Soja-Importe ersetzen. Der Anbau müsste in Fruchtfolge erfolgen, damit die Flächen nicht vollständig von der Energieproduktion belegt werden. Das Forschungsnetzwerk Biokraftstoffe arbeitet an so einer nachhaltigen Konzeption.

Gut die Hälfte der CO2 Emissionen könnten eingespart werden. 10% der Emissionen aus Dieseltreibstoffen überhaupt. Ein großes Tankstellennetz wäre überflüssig, weil Loks und Schiffe nur wenige Auftankpunkte brauchen.

Aber bestehende Motorenkonzepte sind für fossile Brennstoffe optimiert. Die Dichte beim Biodiesel variiert dagegen stark mit der Temperatur. Das ideale Einspritzsystem für diese Art ressourcenschonenden Treibstoff muss somit erst noch gefunden werden. Am Institut für Kolbenmaschinen hat man dafür eine Art gläsernen Motor gebaut. Bei 400 Grad Celsius und 75 bar Druck kann man im Detail und im Millisekundentakt beobachten, was beim Einspritzvorgang passiert.

Forschungsleiter Dr. Sören Bernhardt erklärt KIT-Reporter Kornelius Sücker, warum der Wegfall der steuerlichen Förderung für Biodiesel fatal für dieses Projekt ist.

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Helle Begeisterung

Die Zeit der Lampen ist gezählt. Alles was leuchtet erfährt im Augenblick eine Revolution, wie wir sie seit Erfindung der Glühbirne durch Thomas Edison nicht mehr erlebt haben. Schuld sind nicht etwa die mehr oder weniger unförmigen Sparlampen.

Die schöne neue Welt des Lichts bescheren uns Leuchtdioden. Früher waren sie aus Silizium und teuer. Heute macht man sie aus mehreren Schichten Plastik. Das ist billig und macht sie zudem elastisch. Man kann sie sogar meterweise in hauchdünnen Schichten aufdrucken. Das Ergebnis sind beispielsweise Tapeten, die je nach Stimmungslage verschiedenfarbig leuchten, oder Hausfassaden, mit denen nachts die Straße beleuchtet wird und die tagsüber aus dem Sonnenlicht Strom machen.

Damit für jede dieser Anwendungen eine optimale Schichtstruktur gefunden werden kann, entwickelt man am Institut für Nanotechnologie ein Simulationsprogramm. SiMoNa heißt es, und man wird damit der Entwicklung Sieben-Meilen-Stiefel verpassen können. Eine Million mal schneller soll es fortan gehen. Professor Wolfgang Wenzel vom Institut für Nanotechnologie ist überzeugt, dass das eine Dienstleistung ist, die bei den Herstellern auf helle Begeisterung stoßen wird.

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Ticker (Agnes Nahm)

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Roboter in Atomkrafwerken

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Tomographic Motion Detection

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Emissionsreduktion

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(Text: Stefan Fuchs, Bild: lauren@inpurebliss)