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KIT Campus

"Ich und meine 542 besten Freunde auf Facebook"

Aktuell: Radio KIT Campus

am 18. und 19. August 2011

Moderation: Anna Becker

 

Trommeln auf der Brust oder Sehnsucht nach Gemeinschaft?

Soziale Netzwerke im Internet werden immer beliebter. Manch einer verbringt schon mehr Zeit mit der Pflege des eigenen Facebook Account als in Gesprächen mit leibhaftigen Menschen in der Stadt oder auf dem Campus. Da werden Urlaubsberichte geschrieben, Prüfungsergebnisse hochgeladen, Freunde gesammelt.

Bei anderen ist das Twittern zur Manie geworden. Unentwegt posten sie, wo sie gerade gehen oder stehen. Wieder andere sind in Communities unterwegs, die sich um eine Brand oder ein Label gebildet haben. Es gibt eingeschworene Gemeinden um Apple oder Sony, die fast schon Religionsgemeinschaften ähneln.

Noch in den Neunzigern vermutete man, dass die Informationstechnologien zur weiteren Vereinsamung der Menschen beitragen würden. Dann kam der Hype von studiVZ, Xing, myspace und facebook. Auf 55 Millionen Accounts haben es die zehn größten Social Networks zusammen inzwischen gebracht. In der Jasmin Revolution im Maghreb wie bei den Jugendprotesten in Spanien und England haben sie eine wichtige Rolle gespielt.

Was steckt hinter dieser Begeisterung fürs digitale Networking? Sind die Freunde im Netz ein Ausgleich für wachsende Einsamkeit in der realen Welt? Sind es echte Gemeinschaften, die Menschen auch emotional binden können? Oder versucht man mit 500 oder mehr Facebook-Freunden nur den eigenen sozialen Stellenwert aufzupeppen. Nach dem Motto, jeder ist sein eigener C-Promi?

Ein KIT-Forschungsprojekt sucht nach Antworten. Der Soziologe Tilo Grenz präsentiert erste überraschende Ergebnisse und warnt im Gespräch mit dem Wissenschaftsjournalisten Stefan Fuchs nachdrücklich vor ungewollten Nebenwirkungen der virtuellen Gemeinschaftsmanie.

Teil 1

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Teil 2

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Mein Leben online

Wie nutzen Studierende die sozialen Netzwerke wirklich? Wie viel Zeit wenden sie dafür auf? Was wird gepostet und was nicht? Diese Fragen hat KIT Reporter Kornelius Sücker auf dem sommerlich verwaisten Campus gestellt. Die Antworten lassen aufhören.

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(Text: Stefan Fuchs)