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KIT Wissen

Pollen unter dem Elektronenmikroskop (Bild: Wikimedia Commons)

am 28. und 29. Juli 2011

Moderation: Eva Zovko

Atomen beim Hüpfen zusehen

Lange Zeit hat man es schlicht für unmöglich gehalten, die „Linsen“ des Elektronenmikroskops auch nur annähernd mit der Genauigkeit zu konstruieren, wie das beim Lichtmikroskop möglich ist. Schließlich sind es Magnetfelder, die den Elektronenstrahl fokussieren. Das ist der Grund, warum die im Vergleich zum Licht sehr viel kleinere Wellenlänge und die dadurch theoretisch mögliche sehr viel höhere Auflösung bisher nicht erreicht werden konnte. Das unerschrockene Team aus den Physikern Harald Rose, Knut Urban und Maximilian Haider haben sich vor zwei Jahrzehnten auf das Abenteuer eingelassen. Gegen den wissenschaftlichen Mainstream, der durch die Erhöhung der Spannung zur Erzeugung des Elektronenstrahls bessere Bilder zu erreichen suchte, arbeitete man an einer Korrektur der elektronenoptischen Linsen selbst. Ein risikoreiches Unternehmen, das ohne die massive finanzielle Unterstützung durch die Volkswagenstiftung nicht möglich gewesen wäre. Der Erfolg gibt den Wissenschaftlern recht. Das Elektronenmikroskop erlebt gegenwärtig eine Renaissance und hat die Material- und Nanowissenschaften zu unerwarteten Höhenflügen befähigt. Heute kann man den Atomen selbst beim Hüpfen zusehen, und das vor allem ohne die betrachteten Strukturen zu zerstören, erklärt der KIT Wissenschaftler Prof. Maximilian Haider gegenüber Radio KIT.

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Automobile Rentner – flexible Jugendliche

Jugendliche machen den Führerschein nicht mehr automatisch mit 18 und nutzen verstärkt alternative Verkehrsmittel, Rentner bleiben dagegen ihrem Auto deutlich länger treu: das sind Trends, die sich aus Daten der neuesten Ausgabe des „Deutschen Mobilitätspanels“ ablesen lassen. Seit 1994 wird das „Mobilitätspanel“ im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums am KIT Institut für Verkehrswesen erstellt. Den Politikern gibt es wichtige Fingerzeige, wie sich der Verkehr mit PKWs oder auch öffentlichen Verkehrsmitteln in Zukunft entwickeln wird. Zum ersten Mal zeigt es jetzt, dass die Mobilität der Bundesbürger insgesamt nicht weiter wächst. Deutsches Mobilitätspanel: http://mobilitaetspanel.ifv.uni-karlsruhe.de

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Schlechte Kommunikation oder schlechte Politik?

Das war die Grundsatzfrage, der sich die Podiumsdiskussion zum Abschluss des Colloquium Fundamentale am 14. Juli im Hörsaal der Nachrichtentechnik mit Bezug auf Stuttgart 21 stellte. Die Vortragsreihe des Zentrums für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK) stand im Sommersemester unter dem Generalthema „Volle Fahrt voraus? Die mobile Gesellschaft zwischen Technikeuphorie und Protest“. Der Konflikt um den Neubau des Stuttgarter Bahnhofs ist inzwischen zu einem Modellfall für die von den Bürgern immer deutlicher „gefühlten“ demokratischen Defizite geworden. Um die zu überwinden, setzen die einen auf mehr und bessere PR, während die anderen – unter ihnen auch der S21-Schlichter Heiner Geißler – eine substantielle Bürgerbeteiligung bereits in der Frühphase des Entscheidungsprozesses fordern. Radio KIT-Reporter Kornelius Sücker berichtet von der fatalen Doppeldeutigkeit solcher Schlagwörter wie „Dialog“ und „Kommunikation“.

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(Text: Stefan Fuchs)

 

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