Institute for Project Defaults

KIT Wissen

Augmented Reality (Bild: T-KONI)

am 14. und 15. Juli 2011

Moderation: Thomas Simon

Ritt auf der Kanonenkugel

Was Baron Münchhausen einst als Beweis seines Mutes in Anspruch nahm, müssen heute ganze Gesellschaften im Kollektiv bewältigen. Die Zahl neuer Technologien, deren direkte und mittelbare Folgen und Wechselwirkungen weitgehend im Dunkeln bleiben, steigt exponentiell. Technik menschlich zu gestalten und die gesellschaftliche Kontrolle über sie nicht zu verlieren, darf unter diesen Bedingungen getrost als Herkulesaufgabe gelten.

Der KIT-Schwerpunkt „Mensch und Technik“ hat sich genau das vorgenommen. 35 Institute des KIT bearbeiten künftig interdisziplinär die Themenbereiche Gesundheit, Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Arbeit und Wissen. Stefan Fuchs hat für Radio KIT mit dem wissenschaftlichen Sprecher Prof. Armin Grunwald gesprochen.

 

Sicherheitsnetz

Mit Interdisziplinarität in einem noch umfassenderen Sinn versucht das Netzwerk Technikfolgenabschätzung die steigenden Risiken der Wissensgesellschaft politischer Kontrolle zugänglich zu machen. Seine Mitglieder kommen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Man findet unter ihnen Journalisten ebenso wie Wissenschaftler. Gemeinsam ist ihnen die Sorge um eine nachhaltige Nutzung technologischer Entwicklungen. Andreas Baumgärtel hat sich die Zusammenarbeit von Prof. Michael Decker vom KIT-Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) erklären lassen.

 

Eulen & Ozon

Die Interessen naturbegeisterter Bürger sind vielfältig. Sie reichen von der besorgten Suche nach den aktuellen Ozonwerten im Stadtviertel bis zu Tipps für die nächste Wanderung im Naturpark. Damit alle einschlägigen Informationen zum Thema Natur gefunden werden können, wurden im Südwesten zwei Webseiten eingerichtet. Der KIT-Informatiker Dr. Clemens Düpmeier hat dafür die Suchtechnologie so perfektioniert, dass der Naturliebhaber auch ohne Fachchinesisch rasch ans Ziel kommt. Semantisches Web nennt man das, hat Radio KIT-Reporterin Karen Voß erfahren.

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Aufs Auge

Wohin blicken sie, die Autofahrer? Das ist die Frage, die man sich im Lichttechnischen Institut stellt. Schließlich macht es wenig Sinn, Autos mit Hightech-Licht für Kurvenfahrten auszustatten, wenn das Auge des Fahrers ganz woanders hinblickt. An den Fahrbahnrand zum Beispiel, um dort flink im Vorüberfahren eine Werbetafel zu lesen.

Testfahrten, bei denen man die Augenbewegungen aufzeichnet, bringen da Licht ins Dunkel und die ersten Fingerzeige, wie Lichttechnik in Zukunft am Automobil aussehen wird. Radio KIT-Redakteurin Catharin Reinmuth hat einen Blick darauf geworfen.

 

Motzer, Faule & Angsthasen

Beim Shopping im Netz ist das so wie beim Essen im Restaurant. Da gibt’s welche, die nörgeln aus Prinzip. Andere wagen noch nicht einmal, dem Kellner zu winken, wenn die Suppe richtig versalzen ist. Der Soziologe Paul Eisewicht hat eine Typologie aufgestellt, wie unterschiedliche Charaktere mit online bestellten Waren umgehen. Radio KIT-Reporterin Judith Böseke hat ihn besucht.

(Text: Stefan Fuchs)

 

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