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KIT Wissen

Harry Potter trägt eine Tarnkappe (Bild: The Telegraph)

am 16. und 17. Juni 2011

Moderation: Carmen Belaschk

Endlich unsichtbar

Siegfried, der Held im Nibelungenlied, bekommt sie von einem geheimnisvollen Zwerg geschenkt, bei Harry Potter wird sie aus dem Fell geheimnisvoller exotischer Tiere gesponnen: Von Tarnkappen träumen die Menschen seit Anbeginn der Zeiten. Dass es grundsätzlich möglich ist, mit besonderen Materialien Dinge völlig unsichtbar zu machen, hat eine Forschergruppe der angewandten Physik um Professor Martin Wegener am Karlsruher Institut für Technologie bereits vor geraumer Zeit bewiesen. Die beiden Physiker Joachim Fischer und Tolga Ergin haben dort inzwischen hart daran gearbeitet, die Struktur der Karlsruher Tarnkappe so zu verfeinern, dass sie auch in einem für den Menschen sichtbaren Bereich des Lichts wirkt. Die so entstandene Tarnkappe ist allerdings kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares und besteht ganz unromantisch aus einem maßgeschneiderten Material auf der Basis von Plastik. Radio KIT-Reporterin Catharin Reinmuth hat mit den beiden neuzeitlichen Hexenmeistern gesprochen.

 

Klimaskeptiker im Sold der Konzerne

Seit dem Flop der Klimakonferenz von Kopenhagen spüren die so genannten Klimaskeptiker Rückenwind. Das ist nicht weiter verwunderlich. Von den großen Ölkonzernen bis zu den multinationalen Energieriesen zahlt eine interessierte Industrielobby jährlich mehrstellige Millionenbeträge an die erklärten Gegner einer Beschränkung von CO2-Emissionen.

So gingen beispielsweise 60.000 Euro von ExxonMobil an das Media Research Center, das den angeblichen "Climagate"-Skandal im Vorfeld von Kopenhagen an die Öffentlichkeit brachte und durch Veröffentlichung des Emailverkehrs der führenden Köpfe Weltklimarats die Voreingenommenheit der vor einer menschengemachten Klimakatastrophe warnenden Wissenschaftler nachzuweisen versuchte.

Vergangenen Freitag lud die Fraktion der Grünen in Berlin zur Konferenz über laufende Kampagnen der Klimaskeptiker, an der die Klimaforscherin Dr. Christina Endler für das KIT teilnahm. Sie berichtet Radio KIT-Redaktionsmitglied Kornelius Sücker, wie gefährlich die Antiklima-Lobby wirklich ist.

Links zum Thema:

 

Club der Technikbegeisterten

Seit April 2009 gibt es ihn in Karlsruhe: Der TeClub ist ein Technik-Club, der Kinder im Alter von 7-13 Jahren an technische und wissenschaftliche Themen heranführen möchte. Begeisterung für Technik erreicht man in diesem Alter am nachhaltigsten durchs Anfassen und Ausprobieren. Radio KIT begrüßt deshalb mit besonderer Freude eine Gruppe des TeClubs im Sendestudio in Schloss Gottesaue, wo Technik, Wissenschaft und das Reden darüber zusammentreffen.

Der TeClub ist Teil der Initiative "START 2000 Plus" des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg Südwestmetall. Er wird realisiert vom gemeinnützigen Bildungsträger BBQ Berufliche Bildung.

(Text: Stefan Fuchs)

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