Institute for Project Defaults

KIT Wissen

Grand Cooperative Driving Challenge (GCDC) (Bild:Institut für Mess- und Regelungstechnik des KIT)

vom 2. und 3. Juni 2011

Moderation: Eva Zovko

 

Geisterfahrer

Wenn PKWs gleich reihenweise ohne Fahrer über eine Autobahn jagen, ist das eigentlich Anlass zu einiger Beunruhigung. Ganz anders vor zwei Wochen im niederländischen Eindhoven.  Da wartete auf die wendigsten Geisterfahrer ein respektabler Preis. Ein Team aus Karlsruhe hat ihn gewonnen und wurde damit Sieger im internationalen Wettbewerb für führerloses Kolonnen-Fahren (GCDC). Das Siegerfahrzeug hört auf den vielsagenden Namen „AnnieWAY“ und  wurde von KIT Wissenschaftlern am Institut für Mess- und Regelungstechnik (MRT) konstruiert. Dank seiner Sensoren kann es sich ganz ohne Fahrer durch den Verkehr manövrieren. Mehrere dieser Fahrzeuge haben auf der 6 Kilometer Teststrecke bewiesen, dass diese Art der automobilen Fortbewegung zumindest für die Langstrecke durchaus Zukunft haben könnte. Warum auf diese Weise weniger Unfälle passieren, wie dadurch Kraftstoff gespart werden kann und wie das System des fahrerlosen Fahrzeugs überhaupt funktioniert – darüber hat Radio KIT Reporterin Karen Voß mit dem Leiter der Projektgruppe Dr. Martin Lauer gesprochen.

Diagnose per Funk

Die in Verona geborene Ingenieurin Dr. Elena Pancera will mit Funkwellen Krebsgeschwüren und Wasseransammlungen im Körper auf die Spur kommen. Im Unterschied zu anderen bildgebenden Verfahren belastet die Ultra-Breitbandtechnologie den Körper nicht. Die Nachwuchswissenschaftlerin hat mit ihrem Forschungsansatz das renommierte Margarete von Wrangell Habilitationsstipendium gewonnen. Mit ihm fördert das Land Baden-Württemberg herausragende Frauen in der Wissenschaft. Radio KIT Reporterin Anna Pöhler berichtet.

Déja-Vu

Der Ausbruch des Grimsvötn auf Island ruft unliebsame Erinnerungen wach. Vor einem Jahr sorgten Aschewolken für wochenlanges Chaos im Flugverkehr über Europa. Niemand wusste genau, wie gefährlich die Vulkanasche für Flugzeugturbinen wirklich war und wohin die Aschepartikel ziehen würden. Dass sich dieser Nebel jetzt ein Stück weit gelichtet hat, ist Verdienst einer Forschergruppe des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des KIT: auf sieben Kilometer genau lässt sich die Position der Aschenwolke heute bestimmen und immerhin 72 Stunden im Voraus weiß man jetzt, wie sie sich entwickeln wird. Radio KIT Reporterin Judith Böseke hat mit Dr. Bernhard Vogel einen ebenso stolzen wie glücklichen Meteorologen getroffen.

Mit dem Unvorstellbaren rechnen

Der Beschluss der Bundesregierung, den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 umzusetzen macht es noch einmal deutlich: nach der Reaktorhavarie in Japan ist alles anders.  Atomkraft hat auch als Brückentechnologie keine politische Mehrheit. Natürlich muss auch die Wissenschaft auf diesen Sinneswandel reagieren. Die Katastrophenforscher am Karlsruher Institut für Technologie KIT haben sich auf eine ganz neue Einschätzung der Risiken eingestellt. Auf Radio KIT Wissen spricht der Wissenschaftsjournalist Stefan Fuchs mit Wolfgang Raskob, Leiter der Gruppe Unfallfolgen am Institut für Kerntechnik über Katastrophensimulation nach Fukushima.

(Text: Stefan Fuchs)

Beiträge in der Sendung

AnnieWay - Ein führerloses Fahrzeug im Kolonnenverkehr (Karen Voß)

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Vorhersage für Aschewolken (Judith Böseke)

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Katastrophensimulation CEDIM-Frauenhofer (Stefan Fuchs)

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Ticker (Anna Pöhler)

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Mit Funk auf der Suche nach Metastasen – Die Italienerin Dr. Elena Pancera setzt in der Diagnostik auf Ultrabreitband (Anna Pöhler)

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