Institute for Project Defaults

KIT Wissen

(Bild: Greenpeace International)

am 21. und 22. April 2011

Moderation: Agnes Nahm

Während in Fukushima nun US-Roboter den Versuch machen, das wahre Ausmaß der Katastrophe zu erkunden und immer wieder hinter bisher verschlossenen Türen radioaktive Strahlung in tödlicher Stärke entdecken, während die Betreiberfirma optimistisch von neun Monaten spricht, die es dauern werde, bis die Lage im havarierten Reaktor unter Kontrolle sei, rätselt die Welt immer noch über den wirklichen Ablauf der Katastrophe. Es ist nicht mehr als ein kalendarischer Zufall, dass ausgerechnet in diesen Tagen die Tschernobyl Geberkonferenz in Kiew zeigt, welche enormen finanziellen Folgen ein Reaktorunfall dieser Größenordnung hat. 1,6 Milliarden Euro müssen aufgebracht werden, um einen zusätzlichen 29000 Tonnen schweren Betonmantel über den vor 25 Jahren explodierten Reaktor zu legen. Radio KIT spricht mit einem Experten für Reaktorsicherheit über unterschiedliche Reaktortypen, ihre Schwachstellen und die Lehren, die man aus den beiden größten bisher aufgetretenen Atom-Unfällen ziehen muss.

Mit einem Bücherregal vergleicht der Nano-Forscher Dr. Maximilian Fichtner das Prinzip herkömmlicher Batterien. Die Ladung sind die Bücher, die man ins Regal stellt. Revolutionär anders dagegen die Batterien, an denen er und die Gruppe Energiespeicherung am Institut für Nanotechnologie des KIT arbeiten. „Sie gleichen eher einem Luftballon“, verrät er lachend. „Wenn die Batterie geladen wird, bläht sich der Ballon auf“. Bis zu fünfmal mehr elektrische Energie kann in einer solchen „atmenden“ Batterie abgespeichert werden. Und das Sahnehäubchen auf diesem Forschungsansatz: Das Nanomaterial, aus dem sie besteht, wird aus Eisen und Kohlenstoff synthetisiert, beides gibt es in Hülle und Fülle auf der Erde und ist entsprechend billig zu haben. Allerdings gibt es noch Schwierigkeiten mit den Kontakten, die halten nur mit Tricks auf der sich beim Laden bewegenden Struktur. Und auch die theoretisch mögliche maximale Ladekapazität wurde noch nicht erreicht.

Lästig: Bugs (engl. „Käferchen“) machen nicht nur Programmierern das Leben schwer. (Bild: threeheadedmonkey)

Es ist schon ziemlich lästig: Computerprogramme, die sich bei jeder unpassenden Gelegenheit aufhängen und dann partout einen Fehlerbericht an den Hersteller schicken wollen. Updates alle paar Tage, die versprechen, das und das Problem nun endgültig gelöst zu haben, dieses Versprechen aber meist nicht halten. Schuld an der Misere: „Bugs“ , winzige Fehler in der Software, die meist nur unter ganz bestimmten Umständen ans Tageslicht kommen. Das Forschungsprojekt von Christopher Oßner am Lehrstuhl für Systeme der Informationsverwaltung will diesen ungeliebten „Käferchen“, die sich in den Tiefen der Programmstruktur verstecken nun endgültig den Garaus machen. Ziel ist ein Programm zur Reinigung von Programmen, ein digitaler Kammerjäger quasi. Im Gespräch auf Radio KIT macht uns der Forscher allerdings nur wenig Hoffnung, dass wir irgendwann mal Programme kaufen können, die richtig fertig und ganz ohne „Bugs“ sind. (Text: Stefan Fuchs)

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