Institute for Project Defaults

KIT Campus

(Bild: KIT Institut für Geophysik)

am 17. und 18. März 2011

Moderation: Viola Reiß

Noch ist das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht absehbar. Dennoch steht schon jetzt fest, was am 11. März in Japan nachmittags gegen drei Uhr Ortszeit 9000 km von Europa entfernt geschah, ist ein historisches Ereignis, vergleichbar nur mit dem verheerenden Erdbeben 1750 in Lissabon. Gerade mal 30 Minuten nach dem Ereignis im Westpazifik schlugen auch die seismischen Messgeräte der Geophysiker am Karlsruher Institut für Technologie aus. In dieser Stärke und an dieser Stelle hat das Seebeben auch die Experten überrascht, erklärt Dr. Jörn Groos vom Geophysikalischen Institut des KIT. Im Interview mit dem Wissenschaftsjournalisten Stefan Fuchs begründet er, warum Vergleichbares im Oberrheingraben mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden kann.

Wissenschaft, schwärmte Albert Einstein in den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts, ist eine herrliche Sache, vorausgesetzt, man muss nicht von ihr leben. Auch heute hat sich daran für viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wenig geändert. Viele hangeln sich von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten, voller Sorge, dass das eigene Forschungsvorhaben ein jähes Ende erfährt, weil die Finanzierung ausläuft. Wenn dann auch noch eine Promotion daran hängt, wird Forschung zum echten Abenteuer. Wer weiß schon, ob der gewählte Forschungsansatz im zur Verfügung stehenden Zeitraum die gewünschten Ergebnisse bringt. Radio KIT-Reporter Kornelius Sücker hat sich bei Doktoranden, Betreuern und Gewerkschaftlern umgehört, wie viel Motivation, Frustrationstoleranz und Zukunftsoptimismus man als Doktorand mitbringen muss und was man tun kann, um wenigstens ein bisschen Sicherheit sicherzustellen.

Ums Nervenkostüm und den Stress des Studierens geht es auch bei „My Agenda“. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt des House of Competence am KIT will belastbare Daten ermitteln, um festzustellen, ob was dran ist an der 56 Stunden-Woche, von der Studierende in manchen Studiengängen berichten. KIT-Studierende werden deshalb während der vorlesungsfreien Zeit eine Mail erhalten, die sie zu einer Online-Umfrage einlädt. Dabei sollen sie Details ihres Arbeitsalltags dokumentieren. Völlig anonym natürlich. Radio KIT-Reporterin Judith Böseke hat im HoC nachgefragt.

Den ersten Platz beim FameLab, sicherte sich die KIT-Doktorandin Isabelle Steinke. Am Institut für Meteorologie und Klimaforschung forscht sie über die Rolle der Aerosole bei der Entstehung von Wetterphänomenen. Mit Getränkedose und Plüschherz gelang es ihr die komplexen Zusammenhänge bei Jury und Publikum spontan anschaulich zu machen. Radio KIT-Reporterin Anne-Christin Döhle hat erfahren, wie sie sich auf die Endausscheidung in Bielefeld vorbereitet.

Mystisch, gruselig, ja richtiggehend horrormäßig ging es in der vergangenen Woche bei den 9. Karlsruher Stummfilmtagen auf dem Campus zu. Unter dem Motto „Einbruch des Phantastischen“ gab es jede Menge Alptraum-Klassiker. Radio KIT-Kritikerin Anna Pöhler hat sich den ersten Vampirfilm der Filmgeschichte „Nosferatu“ angeschaut. Ob das erwartungsgemäß zu einer Gänsehaut führte, berichtet sie in dieser KIT Campus-Sendung. (Text: Stefan Fuchs)

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