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KIT Wissen

Instrumententracking beim Navigationssystem für Chirurgen (Bild: Institut für Anthropomatik des KIT)

am 10. und 11. März 2011

Moderation: Anna Pöhler

Ein Navigationssystem für Chirurgen im Operationsaal, das ist das Ziel, dass sich die junge Informatikerin Stefanie Speidel am Institut für Anthropomatik des KIT gesteckt hat. In der Abteilung Medizintechnik arbeitet sie an einem System der „Augmented Reality“, der „erweiterten Realität“, die dem Operateur während des Eingriffs sowohl die zuvor erhobenen Patientenbefunde als auch aktuelle Bilder in Echtzeit und dreidimensional zur Verfügung stellt. Ein intelligenter Filter soll dabei immer nur das sichtbar machen, was für den jeweiligen Operationsschritt benötigt wird. In Verbindung mit einem computergestützten minimalinvasiven Operationsbesteck wird das in Zukunft eine Präzision im Operationsverlauf bedeuten, die alle konventionellen Eingriffe als Blindflug erscheinen lässt. Dr. Stephanie Speidel wurde für ihre Arbeiten gerade durch ein Margarete von Wrangell-Habilitationsstipendium geehrt, mit dem Baden-Württemberg exzellente Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur unterstützt.

Am Karlsruher Institut für Technologie wird eines von drei deutschen Kompetenzzentren zur IT-Sicherheit entstehen: Das hat jetzt das Bundesforschungsministerium entschieden. Damit wurde der ganzheitliche Ansatz belohnt, mit dem man in Karlsruhe Sicherheit in den Datennetzen herstellen möchte. Computernetzwerke müsse nicht nur gegen äußere Bedrohungen geschützt werden, die Gefahr kann auch von innen kommen. Professor Jörn Müller-Quade, Leiter des Instituts für Kryptographie und einer der Autoren des Antrags für das Zentrum erklärt Radio KIT, welche Dimensionen die Bedrohung durch hochprofessionelle, zum Teil staatliche Angreifer inzwischen angenommen hat. Der Computerwurm „Stuxnet“, der vom israelischen Geheimdienst mit US Unterstützung in Umlauf gebracht wurde, hat einen zweistelligen Millionen Dollarbetrag gekostet und die iranischen Atomanlagen nachhaltiger geschädigt, als jeder Luftangriff es vermocht hätte.

Mit insgesamt drei brandneuen Anträgen geht das KIT in die Zielgerade der zweiten Runde der Exzellenzinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Ziel der Exzellenzinitiative ist es Spitzenforschung aber auch die Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland zu fördern. Martina Purucker von der KIT-Stabsabteilung Forschung wagt eine Prognose, ob die Elite-Uni in Karlsruhe auch diesmal realistische Chancen hat, sich unter den Gewinnern wiederzufinden. (Text: Stefan Fuchs)

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"Wie viel räumt das KIT diesmal ab?" – mit drei Anträgen geht Karlsruhe in die Zielgerade der zweiten Runde der Exzellenzinitiative

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"Navigationssystem für Chirurgen" – Junge Wissenschaftlerin am Institut für Anthropomatik mit dem Margarete von Wrangell-Habilitationsstipendium geehrt

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"Die Gefahr geht von hochprofessionellen Akteuren aus" – Am KIT entsteht eines von drei Kompetenzzentren IT- Sicherheit in Deutschland

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