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KIT Wissen

Karl Theodor zu Guttenberg.
Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. (Bild: Bundeswehr)

am 3. und 4. März 2011

Moderation: Viola Reiß

Sie habe das Gesuch Karl-Theodor zu Guttenbergs um Entlassung nur schweren Herzens angenommen, kommentierte die Kanzlerin den Rücktritt ihres Verteidigungsministers am vergangenen Dienstag. Das war der vorläufig letzte Akt eines Polit-Dramas, das vor zwei Wochen begann, als bekannt wurde, dass der smarte CSU-Politiker weite Teile seiner Doktorarbeit von anderen abgeschrieben hatte. Je mehr Politik und Yellow-Press die gefälschte Dissertation als Kavaliersdelikt abzutun versuchten, - Angela Merkel spöttelte gar, Guttenberg sei für sie schließlich als Minister und nicht als wissenschaftlicher Berater tätig -, umso größer wurde der Unmut unter den Wissenschaftlern selbst. Unmissverständlich ist in diesem Zusammenhang auch die Meinung des Physikers Prof. Heinz Kalt, der als Ombudsmann für die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten am Karlsruher Institut für Technologie verantwortlich zeichnet. Im Radio KIT-Interview mit dem Wissenschaftsjournalisten Stefan Fuchs erläutert der Forscher, warum er den Ruf des Wissenschaftsstandorts Deutschland durch den Guttenberg-Skandal in Gefahr sieht.

Wetten, dass der unglückliche Ex-Minister Ex-Dr. Karl-Theodor in der nächsten Woche auch bei den einschlägigen Karnevalsumzügen ein Thema sein wird? Ein Grund mehr für Radio KIT-Reporterin Judith Böseke sich auf die Suche nach Karnevals- oder Fastnachtsstimmung in der Universitätsstadt Karlsruhe zu begeben. Als was verkleiden sich denn die KIT-Studierenden in diesem Jahr? Als Dr. Copy?

Poetry Slam, also eine verbale Schlacht mit Wörtern, ein Dichterwettbewerb, bei dem selbstgeschriebene literarische Texte vorgetragen werden, ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Aber ein wissenschaftliches Thema oder gar ein ganzes Forschungsprojekt zu „slammen“ - das ist dann doch eine ganz neue Herausforderung. In Karlsruhe fand am letzten Wochenende zum ersten Mal ein solcher „Science-Slam“, das sogenannte „FameLab“ statt. Radio KIT Campus saß mit in der ersten Reihe.

Soziales Engagement der Studierenden ist in Zeiten der flächendeckenden Bachelorisierung des Studiums mit schrecklich knappen Zeitbudgets selten geworden. Umso erfreulicher die Initiative brasilianischer Studenten am KIT, die mit einem Benefiz-Konzert am 11. März um 19:00 Uhr im JUBEZ den Flutopfern in ihrer Heimat helfen wollen. Anfang des Jahres sorgten starke sintflutartige Regenfälle im Bundesstaat Rio de Janeiro für über 700 Tote, und Tausende Obdachlose. Es war eine der größten Naturkatastrophen Brasiliens. Nach der Nothilfe wird jetzt vor allem finanzielle Hilfe gebraucht, um den Menschen im Katastrophengebiet einen Neuanfang zu ermöglichen. Nalyson & Band bringen am Abend des 11. März eine Mischung aus Rhythmus, Tanz und Information. Alle Spenden werden an das Rote Kreuz in Brasilien überwiesen. Im Radio KIT-Studiogespräch erklärt einer der Initiatoren die Motive und Hintergründe. (Text: Stefan Fuchs)

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