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KIT Wissen

Medizinische Versorgung nach dem Erdbeben in Haiti. Quelle: USAID_IMAGES, http://www.flickr.com/photos/usaid_images/4351886760/sizes/o/in/photostream/

24. und 25. Februar 2011

Moderation: Judith Böseke

Geahnt hat man es schon immer, jetzt liegt der wissenschaftliche Beweis auf dem Tisch: Armut verstärkt die Folgen von Naturkatastrophen um ein Vielfaches. Der australische Erdbebenforscher James Daniell  hat am Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) des KIT einen Forschungsbericht vorgelegt, der bis ins kleinste Detail zeigt, wie Unterentwicklung nicht nur die Zahl der Todesopfer eines Starkbebens in die Höhe schnellen lässt. Auch die Dauer der Obdachlosigkeit der Überlebenden steigt dramatisch, wenn das Jahresbruttosozialprodukt pro Kopf wie in Haiti bei weniger als 600 Dollar liegt.

Im Gespräch mit Radio KIT vergleicht Daniell die Starkbeben in Chile und Haiti, die beide Anfang 2010 stattfanden: Dabei wird überdeutlich, wie sehr im unterentwickelten Haiti Korruption, das Fehlen politisch effektiver Strukturen und die Armut die Katastrophe noch katastrophaler machen. Im  vergleichsweise reichen südamerikanischen Chile wurden die Katastrophenfolgen dagegen sehr viel besser gemeistert.

Staus auf Autobahnen gehören zum Alltag und so mancher Autofahrer hat inzwischen das untrügliche Gefühl, dass die VerkehrslawineStau auf einer deutschen Autobahn. Bild: Ralf Rabe,
http://www.flickr.com/photos/raberalf/2288657625/sizes/l/ bald völlig zum Stillstand kommen wird. Aber Emotionen sind keine Grundlage für die Planung neuer Straßen, die nicht selten dreistellige Millionenbeträge kosten. Da braucht man verlässlichere Daten und die kommen heute aus dem Computer. Verkehrssimulation heißt das Stichwort. Ein Forschungsfeld mit großer Tradition am Karlsruher Institut für Technologie wo seit 1994 das "Deutsche Mobilitätspanel" erstellt wird. KIT Wissen stellt die Frage: wie kommt eigentlich der Verkehr in den Computer.

Die 15. Karlsruher Gespräche fanden vom 11.–13.02.2011 statt und stellten Vorder- und Rückseite der Internetrevolution zur Debatte, ergründeten mit internationalen Referenten die Auswirkungen auf Individuen und Gesellschaften in ihren soziologischen und psychologischen, technischen und politischen Komponenten. KIT Wissen blickt zurück.

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Beiträge in der Sendung

"Armut verstärkt Katastrophe" - Erbebenforscher James Daniell untersucht Katastrophenfolgen in Ländern mit niedrigem Bruttoinlandsprodukt

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"Ins Netz gegangen? Google-Kulturen global"- Rückblick auf die 15. Karlsruher Gespräche

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"Wie kommt der Verkehr in den Computer?" - Der rechnergestützten Mobilitätsprognose gehört die Zukunft

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