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KIT Wissen am 13. Juni

mit Tobias Siegwart

Der Geist der Vorväter (Bild: Astrid Kopp)

Vom Bohren dicker Bücher

Wozu brauchen wir noch Germanistik?

Wie die Humanities insgesamt hat es die Germanistik nicht leicht in diesen Tagen, in denen es immer mehr auf Wissen ankommt, mit dem man etwas Konkretes basteln, oder das man zumindest Schwarz auf Weiß nach Hause tragen kann. Und auch die Frage nach der nationalen Identität hat etwas Verstaubtes im globalen Raum mit seinen vielfach gebrochenen kulturellen Traditionen und den notorischen Patchwork-Identitäten. Wozu also Germanistik? Schon der Begriff erinnert unangenehm an Met trinkende Germanen auf Bärenfellen. Aber die Disziplin hat längst alles Deutschtümelnde von Herrmann dem Cherusker bis zur Nibelungentreue abgelegt. Heute steht das Abenteuer literarischer Imagination im Vordergrund. Das ist schon etwas Faszinierendes, diese ungeheuren fiktiven Welten, dieser aus Sprache konstruierte Multi-Kosmos, ohne den es gar keine geschichtliche Realität gäbe. Oder anders gesagt, wer war zuerst da? Welt oder Sprache? Antworten gibt Prof. Mathias Herweg, Leiter der Abteilung für germanistische Mediävistik.

Interview von Britta Hagemann

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Grünzeug für Astronauten

Lassen sich Algen im All kultivieren?

Was essen eigentlich Astronauten, wenn sie im Weltall unterwegs sind? Woher kommt die Luft, die sie atmen? Bisher sorgten komplizierte chemische Lebenserhaltungssysteme fürs Überleben im All. Für längere Weltraumtrips eher ungeeignet. Jetzt sollen schnell wachsende Mikroalgen im Raumschiff sowohl für Nahrung als auch für Atemluft sorgen. Professor Clemens Posten erklärt die Mini-Gewächshäuser, in denen sie wachsen und gedeihen sollen.

Beitrag von Hanna Kiemle

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