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KIT Wissen vom 12. März

mit Amin Mir Falah

Die ganze Sendung zum Nachhören:

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Das langsame Sterben des Toten Meeres (Bild: Wayne Stadler)

Austrocknung

KIT-Forscher messen Verdunstung im Toten Meer

Das Tote Meer droht unaufhaltsam auszutrocknen. Seit Jahrzehnten sinkt der Wasserspiegel des abflusslosen Salzsees im Jordangraben jährlich um rund einen Meter. Während der Pegel im Jahr 1970 noch bei rund 388 Metern unter dem Meeresspiegel lag, beläuft sich der aktuelle Wasserstand auf 428 Meter. Damit hat das Binnenmeer ein gutes Drittel seiner Gesamtfläche eingebüßt. Verantwortlich für die kontinuierliche Austrocknung sind in erster Linie die Anrainerstaaten Jordanien und Israel, die mit ihrer Wasser- und Umweltpolitik massiv in das Ökosystem des Toten Meers eingreifen. Der Jordan bildet den Hauptzufluss und wird von den beiden Staaten gezielt umgeleitet. Die massive Wasserentnahme dient der Trinkwassergewinnung und versorgt zugleich große landwirtschaftliche Anbauflächen. Der Fluss wird auf weiten Strecken zum Rinnsal und kann die natürliche Verdunstung des Salzsees nicht mehr ausgleichen. Dabei hängt der Grad der Verdunstung zugleich von verschiedenen meteorologischen Faktoren wie Jahreszeit und Windstärke ab. Das hat ein interdisziplinäres Forscherteam des KIT anhand von Messungen vor Ort festgestellt. Im Messprogramm „DESERVE“ (Dead Sea Research Venue), in dem Wissenschaftler aus Deutschland, Jordanien, Israel und Palästina eng zusammenarbeiten, wird die Verdunstung im Toten Meer seit zwei Jahren wissenschaftlich untersucht. Um verlässliche Daten zu den Verdunstungsverhältnissen im Tal des Toten Meers zu sammeln, setzt das Team auf den so genannten „KITcube“ - ein am KIT entwickeltes Beobachtungssystem, das alle meteorologischen relevanten Parameter eines Kubus der Atmosphäre mit einer Kantenlänge von rund zehn Kilometern erfasst. Die Messungen haben bestätigt, dass die Verdunstung bei rund 1 bis 1,3 Meter pro Jahr liegt und damit dem jährlichen Rückgang des Wasserspiegels entspricht. Um die weitere Austrocknung des Toten Meers zu stoppen, haben sich die drei umliegenden Staaten Jordanien, Israel und Palästina inzwischen auf ein Mammut-Projekt verständigt. Dieses sieht den Bau einer 180 Kilometer langen Pipeline vor, die das Tote Meer mit jährlich 200 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Roten Meer auffüllen soll. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei 290 Millionen Euro. Viele Experten und Forscher stehen diesem Projekt jedoch sehr kritisch gegenüber, weil große ökologische Risiken damit verbunden sind. Ein alternativer Lösungsvorschlag, den vor allem Umweltschützer immer wieder ins Spiel bringen, ist es, das Tote Meer zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären. Ob das tatsächlich den Salzsee vor dem Austrocknen bewahren kann, hat Radio KIT Redakteur Amin Mir Falah von Dr. Ulrich Corsmeier, dem Mitinitiator von DESERVE erfahren. Radio KIT hat mit ihm über die auch politische sensible Thematik gesprochen.

Beitrag von Amin Mir Falah

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Umnutzung

Datentransfer über TV-Frequenzen

Die Menge der in den Netzen übertragenen Daten hat im vergangenen Jahrzehnt exponentiell zugenommen. Und ständig kommen neue Dienste dazu. Spätestens mit dem „Internet der Dinge“ droht ein Kollaps. Händeringend suchen Wissenschaftler deshalb nach neuen Übertragungswegen. Eine Möglichkeit könnten frei werdende Fernsehfrequenzen sein. Wie das funktioniert, hat Dr. Arnd Weber, Wissenschaftler am Institut für Technologiefolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), im Gespräch mit der Radio KIT-Redakteurin Jennifer Warzecha aufgezeigt.

Beitrag von Jennifer Warzecha

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