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KIT Campus vom 19. Februar

mit Amin Mir Falah

Die ganze Sendung zum Nachhören:

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Clara Immerwahr: Ikone einer Wissenschaft im Dienste der Menschen (Bild: Wikipedia)

Machowissenschaft

Clara Immerwahr & Nobelpreisträger Fritz Haber

Das Schicksal der Clara Immerwahr ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sehr in der Wissenschaft patriarchale Machtstrukturen alles andere verdrängen können, wie bedenkenlos sich Wissenschaft für militaristische Ziele instrumentalisieren lässt. Clara Immerwahr promovierte 1900 „magna cum laude“ als erste Frau an der Universität Breslau im Fach Physikalische Chemie. Als sie den jungen Chemiker Fritz Haber heiratet, ist ihre eigene wissenschaftliche Karriere zu Ende. Der Professor für Elektrochemie an der Technischen Hochschule Karlsruhe ist ein Macho, wie er im Buch steht. In ihrem Haus in der Karlsruher Weststadt drängt er seine Frau immer mehr in die Rolle einer Hausfrau. Zugleich ist er ein glühender Nationalist und Anhänger des preußischen Militarismus. Lange vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs fürchtet er, dass das Deutsche Kaiserreich durch eine britische Seeblockade von Salpeterlieferungen aus Chile abgeschnitten werden könnte, Grundlage für die Herstellung von Dünger und Sprengstoff. Fieberhaft arbeitet Haber deshalb an einem Verfahren, das aus Salpeter gewonnene Ammoniak aus Luftstickstoff herzustellen. Die Beiträge seiner Frau Clara zu dieser Forschung verschweigt er, als er 1919 den Nobelpreis dafür erhielt. 1914 beginnt Fritz Haber seine Forschungen ausschließlich militärischen Zielen zu unterwerfen. Für ihn war das Giftgas eine „humane Waffe“. Obwohl die Haager Landkriegsordnung ausdrücklich den Einsatz von Gift verbietet, arbeitete Haber daran, Chlorgas für den Fronteinsatz tauglich zu machen. Dafür führte er zahlreiche Tierversuche mit Hunden, Katzen und Affen durch, bei denen die gleichen Symptome wie später bei den Soldaten an der Front auftraten: Lungenödeme, eine Art innerliches Ertrinken, ein qualvoller Tod. Für Clara Immerwahr sind diese Forschungen eine Perversion der Wissenschaft. Im Frühjahr 1915 reist Haber nach Flandern, um dort an einem Frontabschnitt bei Ypern 6000 mit Chlor gefüllte Gasflaschen einzugraben. 150 Tonnen Chlorgas treiben auf die französischen Stellungen zu. Mehrere Tausend Soldaten finden einen qualvollen Tod. Fritz Haber wird zum Hauptmann befördert. Seiner Frau Clara Immerwahr aber bleibt nur der Freitod. Während ihr Mann in Berlin seine Beförderung feiert, erschießt sie sich im Morgengrauen des 2. Mai 1915 mit der Dienstwaffe ihres Mannes. Ihr Sohn Hermann, 13 Jahre alt, hört die Schüsse und findet seine Mutter im Sterben. Noch am selben Tag reist Haber an die russische Front, seinen Sohn lässt er allein zurück. Claras Abschiedsbriefe lässt er beseitigen, die wahren Gründe für ihren Freitod vertuschen. Die Technische Universität Berlin vergab 2012 erstmals einen „Clara Immerwahr Award“. An der Universität Karlsruhe, dem heutigen KIT, gibt es ein jahrelanges Ringen, den „Fritz-Haber-Weg“ auf dem Campus Süd in „Clara-Immmerwahr-Straße“ umzubenennen. Eine Reihe von Hochschulgruppen sieht in Fritz Haber einen Kriegsverbrecher und einen Beleg dafür, dass eine Zivilklausel für die Forschung unverzichtbar sei. Radio KIT hat mit einer Aktivistin gesprochen.

Interview von Frank Winkler

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„Wetten, dass“ für den guten Zweck

Das studentische Social Startup „Pardonate“

Wenn man überzeugt ist, Recht zu haben, und das Gegenüber trotzdem das Gegenteil behauptet, bleibt oftmals nichts anderes übrig, als eine Wette anzubieten. Dank „Pardonate“ kann man das in Zukunft auch mit einem guten Zweck verbinden. „Pardonate“ ist eine Internetplattform und ein studentisches Social Startup, das unkomplizierte Wetten unter Freunden ermöglicht, bei denen der Verlierer den kompletten Einsatz an einen guten Zweck seiner Wahl spendet. Bei dem „Grow“ Wettbewerb der KIT Pioniergarage belegten sie den ersten Platz, am Donnerstag kommen sie ins Radio KIT Studio.

Interview von Amin Mir Falah

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Made in Karlsruhe

KITeratur-Schlonz im AKK

Am 12. Februar fand der dritte KITeratur-Schlonz statt. Live improvisierte Literatur ebenso wie die Lektüre von geschriebenen Texten standen auf dem Programm. Diesmal ging es um den Semesterausklang eines Seminars, das sich mit der lokalen Literaturproduktion beschäftigt hatte. Wer schreibt eigentlich Literatur in Karlsruhe? Wie sieht der Schaffens- und Produktionsprozess von Literatur vor Ort aus? Und welche Möglichkeiten des Mitgestaltens gibt es? Ziel ist es, den Kontakt mit der hiesigen Schreibszene herzustellen, um aktiv Anlässe zum experimentellen Weiterschreiben, Vorlesen und Diskutieren zu schaffen.

Beitrag von Frank Winkler

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